PMCA Impuls Report / 21.10.2019 / Social Media in der Pharmazeutischen Industrie – Zurückhaltung der Branche wandelt sich

PMCA Impuls Report / 21.10.2019 / Social Media in der Pharmazeutischen Industrie – Zurückhaltung der Branche wandelt sich

Social Media sind heute allgegenwärtig. Sie bringen viele Vorteile, aber auch Nachteile. Während die Pharmabranche bisher zögerlich mit Social Media umgegangen ist, scheint nun ein Paradigmenwechsel stattzufinden. Diesem Thema widmete sich der PCMA-Impuls des Pharma Marketing Club Austria am Montag, 21.10.2019. Zur Veranstaltung geladen waren die beiden Keynote-Speaker, Josef Gasteiger, Chief Editor & Digital Client Consultant bei ambuzzador gmbH und Mag. Claudia Handl, Director Communication & Patient Relation bei Pfizer Austria, die dazu Beispiele aus der pharmazeutischen Industrie brachten.

Neue, direkte Wege zu Patientinnen und Patienten

„Mit Facebook, Instagram & Co. lassen sich neue und direkte Wege zu Patientinnen und Patienten oder Ärztinnen und Ärzten finden, jedoch nur mit guter strategischer Planung und – wahrscheinlich am wichtigsten – dem notwendigen Commitment der Organisation im Rücken“, plädierte Gasteiger. In seinem Vortrag gab er einen Einblick in das breite Spektrum der sozialen Plattformen und wie die Pharmaindustrie erfolgreich und gezielt daran teilnehmen kann.

Gasteiger betonte, dass Social Media kein Nebenjob seien – vor allem in einer streng regulierten Branche wie der Pharmazie. Es bedarf klarer Verantwortlichkeiten und des Verständnisses aller Fachabteilungen sowie die Zurverfügungstellung von benötigten Ressourcen. Deshalb sei drauf zu achten, möglichst viele Fachabteilungen so früh wie möglich in den Prozess miteinzubeziehen.

Als eines der größten Pharmaunternehmen Österreichs hat Pfizer diesen Schritt in Etappen bereits gewagt. „Dieser Impuls des PMCA soll anderen Unternehmen helfen, diesbezüglich leichter entscheiden zu können“, unterstrich Claudia Handl. Bereits vor 8 Jahren eröffnete Pfizer einen Account bei Twitter, gefolgt von LinkedIn und YouTube vor 2,5 Jahren. Nun ist das Pharmaunternehmen auch auf Facebook vertreten. Es stehen nicht die Likes im Vordergrund, sondern die Interaktion mit den Userinnen und Usern. Mag. Handl zeigt sich begeistert: „Es war die Investition absolut wert“.

Vorteile und Nachteile der Social Media-Kommunikation

Mittels Sozialer Medien können sich Pharmaunternehmen jetzt ohne Umwege an Patientinnen und Patienten wenden. Gut geplant und vorbereitet könnten Social Media die Unternehmenskommunikation auf neue Beine stellen. Sei es Employer Branding, Disease Awareness, News zum Unternehmen, Image & Reputation oder CSR. Und wenn es dann noch strategisch auf die Marke einzahlt, die Performance gemessen wird und man die eigenen Mitarbeiter damit begeistern kann, sind die schwierigsten Schritte schon weit zurückgelassen.

Über den PMCA Seit seiner Gründung stellt der Pharma Marketing Club Austria (PMCA) eine Plattform mit dem Schwerpunkt “Marketing im Gesundheitswesen” für Agenturen, Pharmafirmen, Verlage, Dienstleister und andere medizin-orientierte Unternehmen dar. Der PMCA bezeichnet sich selbst als „Netzwerk des Wissens“ und hat sich zum Ziel gesetzt, Entwicklungen und Trends für den Gesundheitsmarkt aufzuspüren und Impulse zu setzen, aber vor allem die einzelnen MarktteilnehmerInnen miteinander zu vernetzen. Der Pharma Marketing Club wurde 1995 gegründet.