PMCA Impuls Report / 23.1.2017 / Der Film im Marketing Mix - Geht's noch ohne?

PMCA Impuls Report / 23.1.2017 / Der Film im Marketing Mix – Geht’s noch ohne?

Der erste PMCA-Impuls im neuen Jahr fand am 23. Jänner im gewohnten Ambiente im SAAL der Labstelle statt und beschäftigte sich mit dem Thema „Film“ als nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Marketing- und Media-Mix in der Pharmabranche. Als Speaker für die diesjährige Impuls-Premiere konnte Andreas Gesierich, Geschäftsführer der Werbefilmproduktion „Ping Pong Communications“, gewonnen werden und lieferte dem Publikum interessante Einblicke in die Welt des Films und dessen Mehrwert als wichtiges Tool für Unternehmen.

Der Film als nützlicher Bestandteil des Marketing und Media-Mix
Film bewegt, emotionalisiert und bleibt laut Gesierich besser in Erinnerung der Rezipienten als die Botschaften eines jeden anderen Mediums. Den Stellenwert des Films in der heutigen Zeit veranschaulichte Gesierich mit dem einfachen Beispiel, dass in wenigen Sekunden ständig bis zu 50 Stunden Videomaterial auf Youtube hochgeladen werden – täglich und rund um die Uhr. Durch den Boom von Web-Portalen wie facebook und YouTube, in Kombination mit den heute gängigen technischen Möglichkeiten von Smartphones und Tablets, ist Film etwas Alltägliches geworden, das nicht mehr aus dem Leben der Menschen wegzudenken ist. Aus unternehmerischer Sicht riet Gesierich den anwesenden Zuhörern das Internet mit all seinen Möglichkeiten als Tool zu nutzen, um gewünschte Inhalte zu transportieren: „Unternehmen sollten meines Erachtens in erster Linie voll und ganz auf das Internet setzen. Während viele Marketer Filmprojekte für diverse Online-Kanäle nach wie vor mit der Phrase `das ist nur fürs Internet´ abtun, denke ich, dass wir endlich im Jahr 2017 ankommen und verstehen müssen, dass das Internet weder unser Feind noch etwas Futuristisches ist. Das World Wide Web ist hier und jetzt und das ist gut so – wenn wir lernen, es zu verstehen und für uns zu nutzen.“

Kosten und Nutzen für Unternehmen
In Bezug auf den finanziellen Aufwand der Filmproduktionen für Unternehmen, verglich Andreas Gesierich die Möglichkeiten und die damit verbundenen Kosten mit einem Autokauf. Es stellt sich generell zuerst die Frage, was ich für wen benötige und wie die Zielgruppe erreicht werden soll. Die Range der Möglichkeiten ist gerade im Bereich des Films sehr groß. Die Kernfrage richtet sich also nach dem Wunsch der Zielgruppe und mit welcher Machart welche Botschaften transportiert werden sollen. Erst dann kann realistisch über die Kosten nachgedacht werden. „Generell gilt, dass der Film einen unglaublich großen Stellenwert in der Gesellschaft hat, der sich derzeit auf Unternehmensseite nicht ausreichend widerspiegelt. „Ich persönlich rate eher dazu, weniger Projekte mit vernünftigen Budgets zu produzieren, anstatt mit zahlreichen halbherzigen Lösungen auf dem Markt zu erscheinen. Man kann heutzutage durchaus günstige Lösungen für die Umsetzung Ihrer Filme finden, jedoch mit ‚ein paar tausend Euro‘ sollte man in jedem Fall rechnen.“, erklärte Gesierich den anwesenden Gästen.

Wert vs. Inflation in der Zukunft des Films
Angesprochen auf die zukünftigen Verwendungszwecke und die Möglichkeiten des Films verwies Gesierich auf die rasanten technischen Entwicklungen, warnte aber im Gegenzug vor der inflationären Verwendung von Videos als Tools, die durch die heutzutage immer einfachere technische Realisierung Einzug hält. „Technisch gesehen ist noch gar nicht auszudenken, welche Neuerungen Jahr für Jahr auf uns zukommen werden. Wer hätte vor einigen Jahren für möglich gehalten, dass man sich im Nachhinein innerhalb eines abgedrehten Videos 360° im Raum bewegen kann? Solche technischen `Spielereien´ werden mit Sicherheit auch weiterhin für Staunen sorgen. Der Film wird unaufhaltsam seinen Siegeszug fortsetzen und das Medium Nummer 1 werden bzw. bleiben, um vor allem jüngere Zielgruppen anzusprechen und Botschaften verständlich und emotional zu transportieren. Eine Gefahr besteht allerdings darin, dass Film aufgrund der technischen Möglichkeiten inflationär genutzt wird. Jeder Smartphone-Besitzer kann heutzutage vermeintlich hochwertige Filme produzieren. Es wird daher umso wichtiger, dass kreative und für die jeweilige Zielgruppe maßgeschneiderte Ideen im Zentrum der Filmprojekte stehen. Die Strategien und Konzepte hinter Filmen müssen wirklich zielführend sein, sodass diese nicht beliebig austauschbar werden und sich aus der großen Informationsflut abheben“, so Gesierich zum Abschluss des ersten PMCA Impuls im Jahr 2017.

Programm 2017
Auch in diesem Jahr stehen in gewohnter Manier einige Highlights auf dem PMCA-Programm. Wie bereits 2016 finden auch heuer insgesamt sieben PMCA-Impulse statt – der nächste Termin ist bereits der 20. Februar. Darüber hinaus findet am 18. Mai wieder die „Best of Pharma Advertising Gala“ sowie der PMCA-Tag im Oktober statt.
Weitere Informationen sowie alle Termine finden Sie unter www.pmca.at

Über den PMCA:
Seit seiner Gründung stellt der Pharma Marketing Club Austria (PMCA) eine Plattform mit dem Schwerpunkt “Marketing im Gesundheitswesen” für Agenturen, Pharmafirmen, Verlage, Dienstleister und andere medizin-orientierte Unternehmen dar. Der PMCA bezeichnet sich selbst als „Netzwerk des Wissens“ und hat es sich zum Ziel gesetzt, Entwicklungen und Trends für den Gesundheitsmarkt aufzuspüren und Impulse zu setzen, aber vor allem die einzelnen Marktteilnehmer miteinander zu vernetzen. 2015 feierte der Pharma Marketing Club Austria sein 20-jähriges Bestehen.

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen.

Bildunterschrift v.l.: Dominik Flener, Andreas Gesierich, Florian Jakits